Die diesjährigen Landesmeisterschaften im Snooker sind Geschichte. Erstmals wurde dabei mit einer Setzliste gearbeitet und die Resonanz darauf war größtenteils positiv. Direkt fürs Achtelfinale qualifiziert, über die SSR Liste, hatten sich dabei Steffen und Dennis. Andrè wäre ebenso wie Thimo immerhin in Runde 2 gesetzt gewesen hatte aber keine Lust den Weg nach Limbach zweimal anzutreten. Andere Leipziger waren da motivierter und so zeigten Ohle, Martin, Danny und Hannes Sportsgeist und stellten sich dem Qualiturnier in Dresden. Dort musste sich leider Danny verabschieden und so ging es mit 6 Leipziger Startern in die Runde der letzten 24.
In Runde 2, am Samstag, hatten sich dann die Qualifikanten mit den zugelosten Setzplätzen 9 bis 16 zu messen. Leider stand diese Runde unter keinem guten Stern für die Leipziger Teilnehmerschaft. Hannes muss sich Till Fritzsche mit 2:5 nach gutem Kampf geschlagen geben. Gleiches Ergebnis bei Thimo gegen unseren Leipziger Sportfreund Steffen Sauermann-Standar und bei Ohle gegen Bernhard Schwarze. Noch schlimmer traf es Martin der sich mit 1:5 gegen den Limbacher Nachwuchs Moritz Thomas aus dem Turnier verabschiedete. Bei allen Partien war mehr drin und auf “gewohnterem” Material hätte wohl manches Ergebnis anders ausgesehen. So ging es leider nur für einen Leipziger weiter und der spielt gefühlt für den falschen Leipziger Verein.
Weiter ging es am Sonntag mit den Achtelfinals. Wie eng es bei solch einem Turnier zugeht zeigt recht gut die Bilanz der knappen Spiele. Bei 5 der acht Partien musste ein Entscheidungsframe über Wohl oder Wehe entscheiden. Während sich unser Steffen gegen Bernhard Schwarze mit einem unglücklichem Foul verabschiedet (Weiß fällt auf Schwarz), hatte Steffen Sauermann S. eigentlich die Trümpfe in der Hand und Vorjahressieger Jan Utikal nach epischem Kampf (über 4 Stunden!) am Rande der Niederlage. Der entscheidende schwarze Ball will aber aus aussichtsreicher Position nicht fallen und Jan nutzt den “Abstauber” um eine Runde weiter zu ziehen. Viel besser als bei den beiden läufts auch für Dennis nicht. Gegen Tino Delling schnell 0:2 in Rückstand liegend muss “Prozentsnooker” herhalten um die Partie noch zum 3:2 zu drehen. Eine insgesamt gruselige Partie auf einem nur noch sehr schwer zu bespielenden Tisch. Da freuen sich die Limbacher sowie deren Gäste auf die bevorstehende “Restaurierung” zurecht.
Weiter in der Runde der letzen Acht geht es mit den Partien Weber vs. Krause, Thomas vs. Bauer, Schneider vs. Schuchert und Schwarze vs. Utikal. Hier werden die Partien klarer und Weber, Schneider und Utikal ziehen einigermaßen deutlich in die Vorschlussrunde ein. Ein Krimi bleibt die Partie Thomas gegen Bauer. Nachdem Nachwuchs Moritz im Achtelfinale bereits den mitfavorisierten David Gärtner schlagen konnte wollte er seinen Platz fürs Halbfinale buchen. Dennis kann sich die Frames 1 und 2 jeweils auf die Farben sichern obwohl Moritz stark mitspielt. Mit zwei Frames Rückstand fängt der Nachwuchs an einfach alles zu potten. Im Gefühl des “nichts mehr zu verlieren” verliert sich die Angst vor unmöglichen Potts und aussichtslosen Bildern. Das funktioniert so gut das es für Dennis schwer wurde sich dessen zu erwehren. So geht es in den Entscheider der eigentlich für Moritz läuft, am Ende stellt er dann aber doch mal ein machbares Bild ab und Bauer kann sich mit einer Grün bis Pink Serie nochmal retten. Großer Kampf von beiden Seiten und Moritz hätte sich die Halbfinalteilnahme wirklich verdient gehabt.
Im Halbfinale kommt es zu den Partien Bauer gegen Weber und Utikal vs. Schneider. Marco spielt überzeugend, gutes Lochspiel, zwingende Safes. Dennis kann nach dem “Moritzmarathon” nicht viel entgegensetzen und verliert verdient mit 1:3. Gleiches Ergebnis im Dresdner Duell, Daniel Schneider setzt sich gegen Jan durch.
Spiel um Platz drei also Utikal vs. Bauer. Eigentlich schnell erzählt, Jan holt sich Frame eins, Dennis dann Frame 2 und im folgenden Shootout macht Jan einen Fehler beim Eröffnungsstoß. Rot bleibt, einmal quer über den Tisch zwar, aber doch lochbar stehen und Dennis locht bis einschließlich Blau. Jan braucht Snooker, begeht noch ein Foul, Aufgabe und Glückwunsch.
Ebenso kurz ist die Geschichte des Finales erzählt. Schneider kann sich zwar einen Frame holen ist dem überzeugendem Weberschem Spiel aber wie alle Gegner vorher nicht gewachsen. Ein hoch verdienter Landesmeistertitel für Marco. Glückwünsche nochmals dazu.
Fazit: Eine durchaus gelungene Veranstaltung. Sicher waren einige Spieler entäuscht und hatten sich mehr vorgenommen. Andere mussten kämpfen und wurden belohnt dafür. Ein Turnier eben. Tagesform entscheidet und ein bisschen Los-oder Spielglück schadet auch nicht. Aus Leipziger Sicht sicher ausbaufähig am Ende aber doch irgendwo verdient. Die großen Vereine Limbach, Dresden und Leipzig holen die Treppchenplätze. Schön verteilt mit einem würdigen Sieger.
Bedanken möchte ich mich für die gute Vorbereitung in Limbach. Keiner musste hungern, freundschaftliche Atmosphäre und dazu Livesnooker von der WM. Was will man mehr? Vielleicht aus Spielersicht noch motivierte und gute Schiedsrichter? Sogar die hatten wir, man fühlte sich richtig “umsorgt”. Herzlichen Dank dafür an alle Herren mit den Handschuhen. Starker Auftritt.
Damit steht nun auch die Endrangliste unserer diesjährigen Turnierserie fest. Aus Leipziger Sicht können sich Dennis (3.), Steffen (6.) und André(12.) noch auf die Challenge der TOP 16 freuen, dann ist die Saison Geschichte.
db